Ziele und Kriterien einer Evaluation

Aus Getting Involved!
Wechseln zu: Navigation, Suche

[Bearbeiten] Zurück auf Start

In eurem Projektantrag musstet ihr konkrete gesellschaftliche und persönliche Ziele für das Projekt formulieren – und wahrscheinlich sind im weiteren Verlauf des Projekts weitere Ziele dazu gekommen. Außerdem habt ihr Kriterien gefunden, an denen ihr den Erfolg des Ziels überprüfen möchtet. Diese Arbeit - eine genaue Zieldefinition und die Bestimmung von Kriterien – ist das A und O für eine Evaluation.

Evaluation misst, wie nah Ziele und Wirkung eines Projekts zueinander sind. 
Die Bewertungsgrundlage dafür sind messbare Kriterien.

Beispiel: Das Projekt „Runter vom Sessel“ will die Studierenden zu mehr Engagement an der Hochschule aktivieren. Als Kriterium dient dem Projekt-Team das Engagement der teilnehmenden Studenten. Das klingt noch relativ allgemein – was bedeutet für das Team „Engagement“? Ist es in ihren Augen ausreichend, wenn die Studenten einmal im Semester eine Party organisieren? Ist ein wöchentlicher Stammtisch in Ordnung? Oder gilt es erst als erfolgreich, wenn sich ein System studentischer Selbstverwaltung etabliert hat mit einer großen Zahl intensiv engagierter Studenten?

[Bearbeiten] Standards setzen, Erfolg definieren

Neben Ziel und Kriterium solltet ihr also auch Standards setzen, was für euch Erfolg (oder Misserfolg) bedeutet. Noch wichtiger ist dieser Abgleich, wenn ihr in einem Projektteam arbeitest. Vielleicht ist es dem einen Teammitglied wichtig, die lokalen Medien über das Projekt zu informieren, ein anderes Mitglied legt mehr Wert auf gute Stimmung unter den Teilnehmenden... Die Ziele können für jeden unterschiedlich wichtig sein, Erfolg muss nicht für alle das selbe bedeuten. Aber das Team sollte sich darüber zu Beginn und auch während der Durchführung des Projekts austauschen.

[Bearbeiten] Nachhaltigkeit, Wirkung, Verbreitung

Jeder Stakeholder an einem Projekt hat hier auch andere Schwerpunkte. So ist z.B. für das Theodor-Heuss-Kolleg der Aspekt persönlicher Kompetenzgewinn sehr relevant - für einen anderen Unterstützer hingegen nicht.

Die Kriterien ergeben sich aus den Förderbedingungen der jeweiligen Unterstützer. Besonders wichtig für die meisten Unterstützer sind die Aspekte der Nachhaltigkeit, Verbreitung und gesellschaftlichen Wirkung eures Projekts. Dabei geht es um die Frage, ob sich etwas und was sich durch das Projekt in eurer Umgebung verändert hat. Und inwiefern auch andere davon erfahren haben. Jeder Unterstützer erwartet hier Antworten anhand seiner Kriterien.

Häufig geben Förderer klare Hinweise, welche Kriterien sie an die Erfolgsmessung anlegen, wie zum Beispiel

  • Mindest-Teilnehmerzahl
  • Anwesenheit von speziellen Teilnehmergruppen (30 Teilnehmende aus fünf Ländern)
  • Personen, die durch das Projekt erreicht wurden (12 000 durch Medienarbeit, 500 Besucher, 30 Team-Mitglieder, 10 Organisationen im Steuerungsgremium)
  • Prozentsatz der eigenen finanziellen Beiträge oder von dritten Mitteln (Die Förderung durch Stiftung X darf 60% nicht überschreiten)
  • ...

[Bearbeiten] Nicht- oder Übererfüllung – wenn es anders läuft als geplant

Es geht nicht darum, alle Ziele und einmal gesetzte Standards unbedingt zu erreichen. Wichtiger ist es zu wissen, warum etwas anders funktioniert hat als geplant. Dies könnt ihr durch eine gut geplante Evaluation herausfinden. In der Zukunft formuliert ihr eure Ziele dann vielleicht realistischer oder anspruchsvoller, bedenkt äußere Einflüsse besser, plant mehr Zeit ein...

Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
In anderen Sprachen