Zeichensprache

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In unserer Sprache, besonders in der Bildsprache, arbeiten wir mit Referenzen, die wir nicht mit Worten erläutern. Der Vorteil: Sie wirken unmittelbar. Der Nachteil: Ihre Wirkung ist schwerer zu kalkulieren. So sollten wir auch für Bilder und Zeichen eine besondere Sensibilität entwickeln und unsere Projektkommunikation in ihrer Zeichensprache bewusst gestalten.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Semiotische Kategorien

In knapper Form stellen wir drei verschiedene Arten von Zeichen vor. Diese Art der Unterscheidung entstammt der Semiotik. Wir halten sie für sehr nützlich, um aufzuzeigen, in welcher Weise Projekt-Teams, ihre Anliegen, ihre Projektarbeit und ihre Darstellung Zeichen in ihrer Kommunikation nutzen.

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Ein Symbol steht stellvertretend für etwas Anderes. So steht das Kreuz symbolisch für das Christentum. Würde man das Christentum nicht kennen, käme man nicht darauf, dass das Kreuz eine Religion abbildete. So auch ein Adler oder eine Fahne, die Staatlichkeit repräsentieren.

Ein Icon hingegen trägt in sich die Ähnlichkeit mit dem, auf was es referenziert. Der Telefonhörer ist vereinfacht und bearbeitet, er ist aber immer noch als Teil eines Telefons erkennbar. Manche Schriftzeichen sind ikonisch, weil sie das, was sie bezeichnen in abstrahierter Form abbilden.

Ein Index steht in einem logischen Verhältnis zwischen dem, was es darstellt und dem Zeichen. Der Lutscher referenziert auf die Kindheit, denn wir wissen, wo Lutscher sind, sind Kinder - Erwachsene kaufen sich keine Lutscher. Ein anderes Beispiel: Wo Rauch ist, ist Feuer - der Index Rauch steht in einer direkten Beziehung zum Feuer, auf das er referenziert. Wo Blut ist, ist Tod und Elend nicht weit.

[Bearbeiten] Grundprinzipien für eine eigene Bildsprache

Zeichenhafte Sprache kann ein Feuerwerk der Assoziationen hervorrufen. Sie kann unsere Botschaft unterstützen - oder eben auch konterkarieren.

So wie bei anderen Elementen unserer Sprache müssen wir uns um Klarheit, Struktur und Reduktion bemühen. Am Plausibelsten wird das zum Beispiel bei eurem Bildkonzept: Ihr überlegt, welche Art von Bildern ihr nutzen möchtet und was sie abbilden.

[Bearbeiten] Klarheit

Missverständnisse und Irritationen ausschließen, unsere inhaltliche Logik in unserer symbolhaften Sprache aufnehmen. Das bedeutet auch, sich begründet für etwas zu entscheiden - zum Beispiel für Zeichnungen oder semiprofessionell aussehende Fotos.

[Bearbeiten] Ordnung

Text, Zeichen und Verhalten bilden eine von außen wahrnehmbare Einheit. So wie inhaltliche Kernbotschaften, so gibt es auch Zeichen, die wichtiger sind als andere. Diese nehmen wir zum Beispiel in unserer Bildsprache auf: Sehen unsere Fotos bewusst selbstgemacht aus? Welchen Aspekt unserer Arbeit zeigen sie? Die Jugendlichkeit, die Professionalität, den gesellschaftlichen Nutzen? Hier helfen Priorisierungen

[Bearbeiten] Reduktion

Wie ein sehr assoziativer Text es tut, verwirren uns auch zu viele Zeichen und Assoziationen auf einmal. Weniger ist mehr.

[Bearbeiten] Wiederholung

Effektiver als immer neue Bilder und Symboliken zu bemühen ist die Wiederholung des Bewährten. Dabei kann man variieren, ohne die Grundgeschichte generell zu verändern.

[Bearbeiten] Elemente eurer Bildsprache

  • Sprachbilder, die in euren Materialien auftauchen.
  • Symbolik, die Bezug auf euch und eure Arbeit nimmt. Was repräsentiert euch - der Imac, das Selbstgemachte, ein politisches Transparent, die Kinderzeichnung, die Taube, das Schwert, das Herz, das Gold oder was sonst?
  • Ästhetisches Grundkonzept: Man kann sich zum Beispiel an der Fernsehwerbung orientieren. Oder an der Zeichen- und Formensprache einer Branche (z.B. Banken, Musik), eines gesellschaftlichen Bereichs (Menschenrechts-NGOs, Literaturbetrieb, Hochschule) oder einer Subkultur (Punks, Alternative, Yuppies).
  • Foto, Illustration, Typografie: Hier wird man in der Regel entscheiden, welche dieser Arten der Darstellung eine bedeutendere Rolle bekommen sollen als andere.
  • Logos

[Bearbeiten] Logos

Wenn man seine Zeichensprache aus einem Corporate Design heraus entwickelt, nimmt das Logo einen wichtigen Stellenwert ein. Es ist aber keineswegs das zentrale oder einzige Element der visuellen Repräsentation. Das war noch anders, als viele Unternehmen und Organisationen noch nicht in den Kategorien eines gestalterischen Systems dachten. Das hat auch mit den erweiterten Möglichkeiten zu tun, die sich heute durch breite Standards, Computer und entwickelte Software bieten. Zur Inspiration stellen wir hier kurz einige Arten von Logos vor, die zur Inspiration dienen können:

[Bearbeiten] Symbole

[Bearbeiten] Typografische Logos

[Bearbeiten] Ikonische Logos

[Bearbeiten] Mischformen

  • Der Schriftzug und der ikonische Stift der privaten Nachhilfeorganisation Schülerhilfe
  • Der Pelikan-Schriftzug und der stilisierte Pelikan: Pelikan
  • Die stilisierte ikonische Zündkerze und der Schriftzug in der Corporate Typografie: Bosch
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