Verhalten reflektieren

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Wissens- und Erkenntnisvermittlung geschieht nicht nur kognitiv, sondern auch emotional und in Handlungen eingebettet. Wahrnehmung, Denken, Fühlen und Handeln bilden gemeinsam den Lernprozess beim Teilnehmer, und dieser sollte in der Lage sein, diesen Prozess zu reflektieren. Dies kann auch über Differenzerfahrungen zu den anderen Lernenden oder Lehrenden laufen.

Aus der Reflexion des eigenen Verhaltens und des Verhaltens der Anderen zieht der Teilnehmer Schlüsse auf seine eigene Deutung der Wirklichkeit bzw. Wirklichkeitskonstruktion; er überprüft sie und verändert sie gegebenenfalls.

Die Seminarleiter unterstützen diesen Prozess, indem sie die Teilnehmer in den Übungen in Situationen versetzen, in denen sie sich in verschiedenen Rollen ausprobieren und ihre eigenen Handlungen hinterfragen. Hierfür bieten sich besonders Fallstudien, Rollenspiele, Planspiele, Projektmethoden und die Zukunftswerkstatt an. Wichtig ist bei all diesen Methoden eine ausführliche Auswertung der Spiele, in der zunächst die erlebten Erfahrungen im Spiel bewusst gemacht werden und anschließend aus der Distanz, also von außen das Verhalten der Spieler reflektiert wird. Bei Rollenspielen ist vor der Rollenreflexion unbedingt darauf zu achten, dass die Spieler explizit aus ihren Rollen entlassen werden, damit es nicht zu einer Vermischung von Rolle und Person in der Diskussion kommt.

Viele handlungsorientierten Methoden erfordern den entsprechenden Raum zur Reflexion. Die folgenden Übungen sind in diesem Sinne als Einstieg, Einübung und Vertiefung zu verstehen. Im Mittelpunkt steht jeweils lösungsorientiertes Lernen: über den Such- und Entdeckungsprozess gelangen die Teilnehmer zu neuen Erkenntnissen. In der Regel führen daher die Übungen zu unterschiedlichen Ergebnissen, indem mehrere Lösungsalternativen „erspielt“ werden, deren Vor- und Nachteile die Gruppe wiederum diskutiert.

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