Urheberrechte respektieren

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Ein guter Gedanke ist ein guter Gedanke, egal von wem er ist. Andererseits, wenn man nur Ideen von anderen übernimmt, kann das dazu verliten, nicht mehr selbst zu denken. Wenn man sich hingegen müht,selbst zu bschreiben, was man denkt, dann ist das Ergebnis vielleicht nicht besser, aber auf jeden Fall origineller.

Vor über hundert Jahren hat ein Wissenschaftler den Eisengehalt von Spinat gemessen und festgestellt, dass dieser besonders eisenreich und damit nährstoffreich sei. Es hat Jahrzehnte gedauert bis einmal jemand nachgerechnet hat und man gemerkt hat, dass die Messung sich auf getrockneten und nicht auf frischen Spinat bezog.[1] Spinat ist also nicht besonders eisenreich.

Nicht nur bei Texten, sondern gerne auch bei Bildern kopieren wir illustrative Inhalte gerne, weil sie uns gut ins Konzept passen. Wir tun das, weil sie eine inhaltliche Aussage gut verstärken können und weil sich etwas Eigenes auszudenken, oft sehr langwierig und mühsam ist.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Stilvoll bleiben

Zu Recht ist allerdings das einfache Kopieren in Verruf geraten. Einerseits ist es eine Stilfrage. Wer wie alle auf die gleichen datenbank-Bilder zurückgreift, muss sich die Frage gefallen lassen, ob er überhaupt zu irgendeinem originellen Gedanken fähig ist.

Außerdem sind Bilder oder Texte nicht per se umsonst zu nutzen, nur weil man sie nutzen kann. Sie sind von Autoren erstellt. Um sie zu respektieren gehört es zum guten Ton, sie auch zu erwähnen

  • Angabe zur Quelle oder zum Besitzer der Rechte
  • Namen des Autors

[Bearbeiten] Besser ohne

Neben Stilfragen spielt auch Nützlichkeit eine Rolle. Kopierten Inhalten sieht man sehr oft an, dass sie von woanders stammen. So kann der Stil sich vom Rest der Inhalte unterschieden. oder die Fragestellung oder Botschaft passt nicht ganz.

So tut es der eigenen Klarheit oft gut, lieber zu verzichten. Braucht man wirklich eine Illustration um den Text lesbarer zu machen? Ist das Problem nicht die Länge des Texts? Muss man also nicht besser kürzen oder für mehr Struktur sorgen?

[Bearbeiten] Legal handeln

Der dritte Aspekt sind Rechtsfragen. Autorenrechte regel, was derjenige beachten muss, der Inhalte nutzt, die von anderen erstellt worden sind. Hierzu gibt es Verträge, Nutzungsbedingungen oder rechtliche Vorschriften.

Oft muss man sich spezielle Erlaubnisse einholen (gegebenenfalls gegen Gebühren) oder sich die Veröffentlichung speziell genehmigen lassen. Verletzt man die Rechte von Autoren oder Künstlern, können auch erhöhte Nutzungsgebühren auf einen zukommen oder abmahnungen.

Häufig ist man auf der sicheren Seite, wenn man sich auf das Zitieren beschränkt.

  • Die Kernaussage sinngemäß wiedergeben
  • Ein Werk im Ausschnitt wörtlich wiedergeben
  • Die Quelle/den Autoren nennen

[Bearbeiten] Open Source

Viele Inhalte wie der Text in dieser Toolbox stehen unter einer Open Source Lizenz. Nach bestimmten Regeln darf man diese so lizensierten Inhalte nutzen. Wir haben uns für das Creative Commons Lizenzmodell entschieden. Das bietet einige Vorteile:

  • Die Bedingungen der Weitergabe sind klar geregelt: Man darf Inhalte nutzen und weitergeben, muss dabei aber die Quelle nennen.
  • Der Text der Lizenz ist rechtlich wasserdicht
  • Weil viele das gleiche Lizenzmodell benutzen, wissen sie auch ohne lange Rechtsberatung, was sie mit unseren Inhalten tun dürfen und was nicht.
  • Unsere Inhalte kommen möglichst vielen Interessenten zu Gute
  • Wir profitieren bei Handbüchern und Werken auch von anderen, so geben wir etwas zurück.

[Bearbeiten] Interpretation

Wenn man Inhalte hat, die nicht mit copy & paste übernommen wurden, sondern die auf eine andere Idee zurückgehen, handelt es sich um eine Interpretation. Nehmen wir die hier beschriebene Methode Teamuhr-Modell. Wir haben uns an die Grundidee von Bruce Tuckman angelehnt und in eigenen Worten beschrieben, wie wir die Uhr interpretieren.

Das ist natürlich grenzwertig, weil schnell die Grenze zum Ideenklau überschritten werden kann. Auf jeden Fall ist es recht und billig zu erwähnen, woher die Idee kommt und an wem man sich orientiert hat.

[Bearbeiten] Günstige Spezialbedingungen für Ehrenamtler, Bildung oder Private

Manchmal gelten Spezialbedingungen. So haben Kulturzentren spezielle Verträge mit Musikverwertern und Filmverleihern und müssen nicht die vollen Gebührensätze für Filme oder Musik zahlen. Da hilft nachfragen oder man kooperiert mit einer solchen Organisation. Zudem gibt es in Deutschland milde Gesetzgebung für Privatkopien oder Aufführungen im privaten Rahmen.

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