Simulationen

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Simulationen oder Rollenspiele helfen Menschen die Notwendigkeit des gesellschaftlichen Engagements zu erkennen oder dabei, nachhaltige Lösungsmöglichkeiten zu finden. Simulationen unterscheiden sich stark abhängig von der Länge und Komplexität. Demzufolge unterscheidet sich auch die Vorbereitungszeit.

Neben einem klaren Szenario, realistischen und verständlichen Rollen, hängt der Erfolg eines Rollenspiels davon ab, wie intensiv und relevant die darin gemachte Erfahrung gewesen ist. Dafür wiederum gist die emotionale und kognitive Reflexion ganz wesentlich. Trainer müssen sich dem bewusst sein und möglichst vielen der Ebenen Respekt zeigen, die erfarungsmäßig in einem Rollenspiel berührt werden.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Kompetenzgewinn durch Simulationen

  • Lernen durch Ausprobieren
  • Perspektivenwechsel
  • Empathie
  • Selbstreflexion
  • Confliktmanagement-Fähigkeiten

Quelle: CRISP

[Bearbeiten] Sektorenübergreifendes Verständnis von Gesellschaft

Simulationen zeigen die verschiedenen Ebenen politischer oder zivilgesellschaftlicher Handlung. Demokratie setzt voraus, dass solche Räume existieren, in denen Interessen aufeinander treffen und in denen Entscheidungen getroffen werden. In komplexen Gesellschaften können demokratische Akteure vor allem dann Einfluss nehmen, wenn sie die Grenzen ihres kleinen bekannten Bereichs überwinden und in den Austausch mit Anderen treten. Simulation ist ein guter Rahmen, dies zu tun.

Zum Einen das Rahmengeflecht einer politischen Kultur mit den ihr zugrunde liegenden Prinzipien, Normen und Regeln. Bildlich lässt sich diese erste Ebene als diskursiver politischer Raum.

Dieser Raum wird zum zweiten von politischen und gesellschaftlichen Akteuren gestaltet - von Individuen über CSOs zu Parteien oder Unternehmen.

Schließlich handeln diese Akteure, da sie sich in einem politischen Raum bewegen, in einer spezifischen politischen (demokratischen?) Weise.

[Bearbeiten] Erfahrungsbasiertes Lernen

Ein Planspiel hat in unserer Konzeption deshalb vor allen Dingen zwei Funktionen. Die erste ist die unmittelbare Erfahrbarmachung politischer Prozesse im spielerischen Prozess, geschützt durch eine Rolle und ausgestattet mit gewissen Handlungsfreiheiten. Anders als beim Studium von Zeitungen wird diese Erfahrung direkt gemacht: Man erfährt unter den Simulationsbedingungen sowohl körperlichen und psychischen Druck als auch die Gefühle, die mit Machterwerb und Machtausübung zusammenhängen.

Außerdem schult ein Planspiel den Blick für die Systematik von Aushandlungs- und Entscheidungsprozessen. Im besten Fall weicht das anfängliche Gefühl, etwas Unbestimmtem und Unverständlichem ausgeliefert zu sein, der Sicherheit, sich im Rahmen seiner Rolle nach eigenem Willen bewegen zu können.

[Bearbeiten] Verschiedene Sichtweisen auf die Demokratie

Simulationen zeigen uns auch, wie unterschiedlich Begriffe wie „Demokratie“, "Beteiligung" oder "Nachhaltigkeit" verstanden werden. Für die einen ist beispielsweise wirtschaftliche Prosperität Produkt, für die anderen Grundvoraussetzung demokratischer Gesellschaften, dritte meinen wiederum, dass sie mit dem Konzept der Demokratie nur indirekt etwas zu tun habe. Ein Teilnehmer assoziiert mit Demokratie ethische, ein anderer etatistische Werte.

Fruchtbar ist es, diese Unterschiede in der Wahrnehmung offen zu legen und sie zu thematisieren. Sehr breiten Raum nimmt dabei die Frage nach den Möglichkeiten und Grenzen des aktiven gesellschaftlichen Engagements ein, das im Idealfall später im Rahmen eines selbst gewählten Projektes ausprobiert werden soll.

[Bearbeiten] Glaubwürdiges Szenario

Im Idealfall bietet die Methode die Möglichkeit, die anfangs skizzierten Dimensionen des Politischen in komprimierter Form und exemplarisch zu erleben. Dabei gibt es einige grundlegende Anforderungen

  • Es soll prozedurale Muster realitätsnah simulieren.
  • Es soll relevanmt für die Teinehmenden sein - ihren Erfahrungen entsprechen und ihren Zielen
  • Es soll nicht zu komplex sein. TN sollten in ihre Rolle finden können und diese selbstbestimmt ausfüllen können.
  • Es soll nicht zu stark simplifizieren, sondern den TN Herausforderungen und echte Ausprobiermöglichkeiten bieten.

[Bearbeiten] Evaluation

Der Erfolg eines Planspiels hängt davon ab, in welcher Weise der spielerische Prozess reflektiert wird. Den Trainern kommt dabei zunächst die Aufgabe zu, das Ende des Spiels deutlich zu machen und es den Teilnehmern zu ermöglichen, ihre Rollen allmählich abzulegen.

In einer Auswertungsrunde sollten zudem weniger die Ergebnisse im Vordergrund stehen als die multiperspektive Schilderung der Teilnehmer, wie sie sich mit ihrer Rolle gefühlt haben. Die Erfahrung zeigt, dass dieses Gefühl stark divergiert.

Ein weiterer Aspekte ist der Transfer zur Realität. Welche Erkenntnisse aus der Simulation können die Teilnehmenden übertragen - in ihren beruflichen Alltag oder die politische Situation in ihrem Land.

[Bearbeiten] Quellen

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