PR und Zivilgesellschaft

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"Wir sind die Guten!" Das ist selbstverständlich das Bild, was man von sich selber haben sollte, wenn man Dinge auch für Andere zum Positiven verändern möchte. So ist es nicht verwunderlich, wenn viele Projekte, Organisationen oder Initiativen von sich behaupten, moralisch, ehrlich und authentischer zu sein. Die Google-Gründer, von denen dieser Satz stammt, waren auch mal "die Guten", verglichen mit großen Unternehmen wie Microsoft, Yahoo oder AOL. Heute übertreffen sie alle, wenn man ihre Art der Zusammenarbeit mit Sicherheitsdiensten, undemokratischen Staaten, dem individuellen Recht auf Privatsphäre umgehen. Ab wann waren sie nicht mehr nur auf der guten Seite? Und bis zu welchem Grad sind sie heute noch "gut"?

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Sind wir die Guten?

Diese Frage müssen auch wir uns kritisch stellen. Autoren wie Orysia Lutsevych sehen zum Beispiel in vielen Ländern das Entstehen einer weitgehend von den einzelnen Bürgern abgekoppelten "NGO-cracy where professional leaders use access to domestic policy-makers and Western donors to influence public policies, yet they are disconnected from the public at large.[1] Dabei will die Autorin den NGOs nichts Böses, ihr geht es lediglich darum, dass diese weder ihre gesellschaftliche Relevanz darstellen (können), noch in der Lage sind, echte Bürger zu erreichen. Fragen wir uns:

  • aus welchen Aspekten unseres Engagements zieht die Gesellschaft einen Nutzen?
  • Welche Aspekte unserer Aktivität widersprechen den großen Ansprüchen, die wir gerne an "die Politik" und "die Konzerne" stellen?

Davon ausgehend stellen sich auch Fragen nach der Veränderung

  • Wie können wir unsere Wirkung erhöhen?
  • Was muss geschehen, damit wir nachhaltiger wirken?
  • Wie verbreitern wir den Kreis unserer Unterstützer?

[Bearbeiten] Rechenschaft gegenüber der Gesellschaft ablegen

Sicherlich kennt auch ihr solche Negativbeispiele wie die oben erwähnten Organisationen. Und ihr wollt sichernicht zu Ihnen gerechnet werden. Deshalb ist es sinnvoll, wenn Ihr der gesellschaft gegenüber Rechenschaft über euer Engagement und die Art, wie ihr eure Ziele verfolgt ablegt. Dabei können euch zum Beispiel Reporting Standards inspirieren.

[Bearbeiten] Eigene Werte als Grundlage

Wenn man allgemeine Grundannahmen über zivilgesellschaftliches Enagement zu Rate zieht, dann kann man vielleicht vier bis fünf Aspekte nennen, die dieses von unerwünschten Formen des gesellschaftlichen Engagements abgrenzen.

  • für einen allgemeinen Nutzen arbeiten
  • Freiwillig und ohne äußeren Zwang
  • Öffentlich und transparent handeln
  • Kooperativ und beteiligend handeln

Für viele Menschen, gerade die, die sich ehrenamtlich engagieren, gibt es auch noch ein weiteres Kriterium, anhand dessen sie den Sinn ihrer Arbeit messen wollen

  • unentgeltlich und nicht für den eigenen Nutzen

Eure Umgebung möchte nun gerne von euch wissen, was davon auf euch zutrifft und wie ihr diese Grudnprinzipien konkret umsetzt.

[Bearbeiten] Aufgaben als Grundlage

Einen anderen Orientierungsrahmen bieten zum Beispiel die denkbaren funktionalen Aufgaben, die zivilgesellschaftloche Akteure im System Gesellschaft haben. Hier nennen wir einmal vier der Bekanntesten

[Bearbeiten] Ergänzende Dienste

Manche Projekte oder Organisationen tun etwas, was der Staat oder die Wirtschaft nicht oder nur in unbefriedigender Art tun - Integration von Waisenkindern, Flüchtlingsarbeit, soziale Hilfe

[Bearbeiten] Öffentliche Kontrolle

Als watchdog schauen sie genau darauf, wie Prozesse in Politik und Wirtschaft ablaufen.


[Bearbeiten] Anwalt für ein Anliegen

Manche Organisationen haben das Ziel, einem Thema oder einer Gruppe durch mehr Sichtbarkeit zu Relevanz zu verhelfen (advocacy).

[Bearbeiten] Selbsthilfe

Menschen nehmen ihr Anliegen selbst in die Hand und schaffen die Grundlagen dafür, ihr Problem zu lösen oder ihr Anliegen voranzubringen (self-empowerment).

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