Konfliktursachen

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Hinter Konflikten stehen verschiedene Ursache. Das folgende Modell von Moore schlägt fünf universelle Ursachen vor. Oft überschneiden sie sich, zur Analyse des Konfliktes kann ihre Betrachtung aber sehr hilfreich sein.


Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Beziehungskonflikte

Hier kann es hilfreich sein, Emotionen zuzulassen und sie auch auszudrücken, sich seinen eigenen Wahrnehmungen bewusst zu werden und sie dem anderen gegenüber auszusprechen. Beziehungskonflikte entstehen meistens durch ein Kommunikationsproblem – darüber zu sprechen und sich Möglichkeiten zu überlegen, wie man die Kommunikation verbessern kann, sind wichtige Schritte zur Lösung. [Bearbeiten] Sachverhaltskonflikte

Sie zeichnen sich durch unterschiedliche (Fehl)Informationen und Interpretationen aus. Sie lassen sich lösen, indem man Informationen austauscht, woher man diese hat und eventuell Sachinformationen von Dritten einholt.

[Bearbeiten] Interessenkonflikte

Ihre Ursache liegt in psychologischen Interessen oder im Wettbewerb – egal, ob er tatsächlich existiert oder nur wahrgenommen wird. Allerdings sind die Interessen der Beteiligten im Konflikt oft gar nicht klar – stattdessen wird auf starren Positionen beharrt, von denen niemand abweichen will. Der erste Schritt zur Lösung ist daher die Klärung der dahinter liegenden Interessen – was will ich mit der Position erreichen, die ich den anderen gegenüber vertrete?

[Bearbeiten] Strukturkonflikte

Sie beziehen sich auf Strukturen in unserer Umwelt und Gesellschaft, die sich auf die einzelnen Konfliktparteien niederschlagen. Das können eine ungleiche Macht- oder Ressourcenverteilung sein, oder auch Hindernisse, die im Weg stehen, wie die geografische Entfernung zwischen Teammitgliedern oder unterschiedliche Zugangsmöglichkeiten zu Medien. Sie gehen oft mit destruktiven Verhaltens- und Interaktionsmustern einher. Lösen kann man sie nur durch eine Veränderung der Strukturen (z.B. Nähe schaffen, Treffen statt Emails) und in der Reflektion des eigenen Verhaltens.

[Bearbeiten] Wertekonflikte

Unterschiedliche Einstellungen der Konfliktpartner berühren die Werteebene. Beispielsweise bei der prinzipiellen Haltung zum Leben, zur Arbeit, zu Freunden und Familie oder zur Religion. Sie lassen sich nicht wirklich „lösen“, aber man kann sie akzeptieren. Indem sich Konfliktparteien gegenseitig erlauben, miteinander nicht einverstanden zu sein, aber an einem gemeinsamen Ziel arbeiten. Dabei kann auch helfen, die spürbaren Differenzen zwischen den Werten zu konkretisieren und dafür Beispiele zu geben, um ein gegenseitiges besseres Verstehen zu ermöglichen.

[Bearbeiten] Literatur

Moore, Christopher W.: The Mediation Process. Practical Strategies for Resolving Conflict, San Francisco 1996

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