Farben

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Farben haben eine starke assoziative Wirkung und sie tragen eine vordergründige kulturelle Bedeutung in sich. So ist es in manchen Kulturen übliche Praxis, einem Neugeborenen je nach Geschlecht, ein hellrosa oder ein hellblaues Paar Socken zu schenken. Farbe hat hier eine soziale Bedeutung. Die Initiative Pink stinks betont diesen Umstand und kämpft dagegen, dass Pink gleichbedeutend sei mit der gesellschaftliche Deutung von Geschlechts und sozialen Rollen. Diese seien über über die vermehrte und stetige Darstellungen zum Beispiel in der öffentlichen Werbung immer weiter verfestigt worden, so dass sie nun stark normierend wirken. Dabei war die angeblich typische Mädchenfarbe "rosa" in anderen Zeiten eine 'typische' Jungenfarbe. Folgt man den Farb-Aktivisten, dann sollte man sich gut überlegen, in welchen Diskurs man sich mit seiner Farbwahl begibt. Das Beispiel zeigt uns aber auch: Die Bedeutung wird Farben durch Menschen zugeordnet.

Websites mit typischen Farbschemata

Farbe eröffnet somit ein Spannungsfeld zwischen Assoziation und Konvention. Sie kann "ohne Worte" Emotionen hervorzurufen und ist damit ein sehr effektives Medium, so wie alle anderen Arten eurer zeichenhaften Kommunikation. Warnfarben wirken kulturenübergreifend und scheinen etwas Urtümliches in uns anzusprechen. Beruhigende Farben werden nach vielen Farblehren auch aus dem Farbrepertoire abgeleitet, das die Natur dem Menschen bereit hielt. Andererseits sind Farbzuschreibungen Ergebnis von gesellschaftlich getroffenen Konventionen. So bezeichnen sie soziale Bünde. Wenn die Roten, Dunkelroten, Schwarzen, Gelben, Grünen und Braunen sich treffen, weiß jeder was gemeint ist: die politische Farbenlehre Deutschlands. Blau steht für die Bankenwelt, braun für warmen aromatischen Kaffee und purpur ist die traditionelle Farbe des Christentums.

[Bearbeiten] Farbkreis

Klassische vereinfachte Darstellung eines Farbkreises mit den sich komplementär gegenüberliegenden Primärfarben.
Wie kann ich Farben für mein Projekt und seine Corporate Identity nutzen? Zwei grundlegend unterschiedliche Arten, Farben miteinander zu kombinieren, stehen und zur Verfügung.

Ein komplementäres Farbkonzept baut auf dem sehr plakativen Kontrast von Primärfarben auf. Das harmonische Farbkonzept versucht, diese starken Kontraste zu vermeiden, Ruhe und innere Abgestimmtheit auszustrahlen und kombiniert dieselbe Farbe in unterschiedlichen Sättigungen und Helligkeiten, gegebenenfalls auch mit weiß, schwarz oder grau.

[Bearbeiten] Online-Tools

[Bearbeiten] Technik: Farbdarstellung und -mischung

RGB und CMYK-Verfahren, die beiden gebräuchlichsten Arten der Farbdarstellung.
Vier Arten, Farben zu erzeugen und zu beschreiben, werden üblicherweise benutzt.

[Bearbeiten] Screen-Farben

Das RGB-Verfahren stellt Farben mittels der Farben Rot Gelb und Blau zusammen. Es ist das Gebräuchlichste Verfahren, mit dem Farben beschrieben werden, die auf Bildschirmen dargestellt werden. Hierbei werden rote, grüne und blaue Lichtpunkte miteinander kombiniert (additives Verfahren). Zusammengenommen ergeben sie nicht schwarz, wie beim subtraktiven Verfahren, sondern weiß.

[Bearbeiten] Print-Farben

Das CMYK-Verfahren ist bei der Herstellung von Druckwerken üblich. CMYK bedeutet, dass sich die verschiedenen Farbwerte aus den Farben Cyan, Magenta und Yellow ergeben. Schwarz wird als vierte Farbe hinzugefügt (BlacK). Dieses Verfahren nennt man subtraktives Verfahren, da die Farben das weiße Tageslicht filtern.

Eine Alternative zur Farbmischung über CMYK ist die Verwendung von Vollfarben. Die Firmen Pantone und HKS bieten eine große Palette von fertig gemischten Druckfarben an. Diese zu nutzen hat den Vorteil, dass es in unterschiedlichen Druckereien keine Misch-Unterschiede geben kann. Somit ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass Farben exakter wiedergegeben werden.

Das HSV-Verfahren stellt den Farbton anhand von Farbwert ("hue"), Sättigung ("saturation") und Helligkeit ("value") dar.

[Bearbeiten] Unterschiedliche Farbräume zwischen den verschiedenen Verfahren

Doch Achtung: Die Farbräume, also die Bereiche, die von den Systemen dargestellt werden können, decken sich nicht immer. So kann es passieren, dass ein Farbton auf dem Bildschirm ganz anders aussieht, als er in Drucksachen erscheint. Man kann das testen, indem man einen Farbfächer zu Hand nimmt (also etwas, auf dem verschiedene Farbfelder aufgedruckt worden sind. Diesen vergleiche man mit der Farbe auf dem Bildschirm. So kann man näherungsweise ähnliche Farbtöne finden. Aber auch hier setzen einem die modernen Bildschirme Grenzen Sie stellen Kontraste und Farben sehr unterschiedlich dar. Dagegen hilft nur ein ausgiebiger Test.

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