Förderer, Sponsoren, nichtmaterielle Unterstützung

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Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Der Unterschied zwischen Sponsoring und Förderung

Wenn man Engagement zeigen möchte, braucht man Partner, die dieses schätzen. Sehr stark unterscheiden sich hierbei Sponsoring und Förderung.

Baut der Förderergedanke oft auf Philantrophie, also Nächstenliebe auf, geht es bei Sponsoring
um eine auf beidseitigen Nutzen ausgerichtete Kooperation.

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Eine Sponsorin gibt ihr Geld nicht aus reiner Nächstenliebe, sondern erwartet eine konkrete Gegenleistung: Durch die Projektarbeit sollen die Gewinne der Sponsorin gesteigert werden. Wenn man Institutionen zur Unterstützung gewinnen will, die Sponsoring betreiben, muss man klären, ob das Projekt für Sponsoring geeignet ist. Oben findet sich ein typisches Beispiel für Sponsoring. Die eine Seite braucht Geld, die andere möchte werben und sieht im Projekt eine geeignete Plattform.

[Bearbeiten] Neutral: Förderer

Häufig sind Motivationen der Geber unklar, deshalb wählt man für eigene Texte am Besten den Begriff "Förderer". Stiftungen gehören allerdings klar zu Förderern, da sie oft Projekte unterstützen, ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Ausschlaggebend für die Förderung durch eine Stiftung sind deren Förderrichtlinien. Im Vordergrund der Förderung steht oft der gemeinnützige Zweck, nicht ein geschäftliches Kalkül.

[Bearbeiten] Lokale Bedingungen herausfinden

Die Begriffe Förderung und Sponsoring werden in euren Ländern unterschiedlich besetzt. Ihr solltet aber vor der Kontaktaufnahme mit Institutionen prüfen, ob diese auf eine solche Unterscheidung Wert legen. Sollte das nicht der Fall sein, muss man trotzdem die unterschiedlichen Erwartungen berücksichtigen, die hinter der Unterscheidung stehen. Ein Sponsor wird zum Beispiel eine Gegenleistung erwarten – seien es ein Slogan auf eurer Homepage oder das Auslegen von Flyern auf eurer Veranstaltung.

[Bearbeiten] Andere Formen der Unterstützung

Neben den finanziellen Gaben von Förderern wie Stiftungen gibt es weitere für das Projekt nützliche Formen der Unterstützung: geldwerte Leistungen (kostenlose Räume, wo andere bezahlen müssten, oder Sachleistungen wie Brötchen, Papier) sowie immaterielle Unterstützung (Beratung, Engagement, private Entlastung).

Der positive Effekt solcher Unterstützungsformen ist, dass sie viele verschiedene Menschen für das Projekt interessieren – die sonst maximal aus der Zeitung davon erfahren würden. Es ist daher nicht falsch, zu behaupten, dass das beste Projekt dasjenige sei, welches ohne Geld, dafür aber mit tausenden Helfern umgesetzt werden kann.

Zudem sind sie oft auch effektiver zu bekommen. Viele Personen, die euch unterstützen können, leben in eurem engen privaten und öffentlichen Umfeld. Das Beispiel zeigt, wie ein Projekt-Team versucht hat, diese möglichen Unterstützerinnen und Unterstützer zu identifizieren. Methoden zur Ideensammlung: Mindmap oder Brainstorming

[Bearbeiten] Sponsoring ist nicht immer die beste Möglichkeit

Unter den Voraussetzungen, wie sie oft im Ehrenamt vorzufinden sind, ist nicht immer effektiv über Sponsoring-Partnerschaften mit einem multinationalen Unternehmen nachzudenken. So sind die Zeitplanungen von großen Unternehmen oft sehr langfristig. Oder der erwartete Marketingnutzen ist für sie zu gering - etwa weil zu viele andere Partner involviert sind und das Unternehmen eine exklusivere Stellung wünscht. Oder weil die Projektziele nicht zum Absatzkonzept passen. Manchmal kommt es aber auch vor, dass aus der Sponsorenhaltung eine eher ideelle Haltung werden kann nach dem Motto: Passt zwar nicht ins Absatzkonzept, aber kostet nicht viel und ist dennoch gut fürs Image, weil der Zweck des Projekts ehrenwert ist. Für die Fundraiser heißt dies: Macht euch klar, welche Intentionen die andere Seite im Kopf hat und redet nicht aneinander vorbei.

[Bearbeiten] Wie vorgehen?

Aus der Fülle der Fördermöglichkeiten müsst ihr die richtige(n) herausfinden: Welche Stiftung, welche Organisation, welche Firma oder welche Person kann ein Interesse daran haben, euer Projekt zu unterstützen? Um das herauszufinden, gibt es mehr als nur das Internet. Persönliche Kontakte zu Vertretern solcher Organisationen oder zu anderen Menschen, die mit deren Unterstützung bereits ein Projekt durchgeführt haben, sind für eure Vorbereitung Gold wert. Sehr wichtig ist es, von ihnen möglichst viele konkrete Informationen über das sogenannte „Förderprofil“ der Institution zu erhalten. Wenn ihr genau wisst, worauf es ankommt, formuliert ihr präzisere Anträge. Oft werden Anträge, die nicht das Profil der Förderinstitution treffen, gleich aussortiert. Mehr: Einen Antrag schreiben

[Bearbeiten] Fundraising im Internet

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