Diversity

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Diversität, Vielfalt oder Diversity bezeichnen demokratische Prinzipien, die sich aus den Geboten de Gleichheit und des Pluralismus ergeben. Sie bezeichnen gleichzeitig methodische Ansätze, die diese Werte in Organisationsentwicklung oder Trainings verwurzeln.

[Bearbeiten] Interkulturelle Kommunikation

Darunter werden Ansätze zusammengefasst, die Repräsentanten verschiedener Kulturen die Sichtweise und Verhalten der jeweils anderen Kultur nahebringen. Darauf aufbauend möchten sie die Akteure in die Lage versetzen, sich den jeweils anderen möglichst störungsfrei mitzuteilen und in den Dialog zu treten.

Von vielen werden interkulturelle Ansätze als zu holzschnittartig wahrgenommen, da sie zu Verallgemeinerungen über kulturelle Standards und übliche Verhaltensweisen neigen. Insbesondere Minderheiten, Subkulturen oder Individualisten würden hier nicht erreicht. So setzt sich das Theorem der Transkulturalität kritisch vom interkulturellen Ansatz ab.

[Bearbeiten] Anti-Diskriminierung

Macht und die Herrschaft der Mehrheit werden durch Anti-Diskriminierungspädagogik thematisiert. Sie decken ungerechte Zuschreibungen sozialer Rollen und Einweisungen in die gesellschaftliche Hierarchie auf und möchten diese - durch Bewusstseinsveränderung und Motivation zu Protest und Verhaltensänderungen Einzelner - insgesamt gesellschaftlich verändern. Beispielsweise hat das Forumtheater seinen Ursprung in der sozialen Ungleichheit des von einer Militärjunta regierten Brasiliens der 1970er Jahre.

[Bearbeiten] Anti-Bias

Das englische Wort Bias bedeutet Voreingenommenheit, Schieflage oder Vorurteil. Anti-Bias zielt darauf, eine durch Einseitigkeit und Voreingenommenheit entstandene Schieflage ins Gleichgewicht zu bringen und Diskriminierungen abzubauen. Ziel der Anti-Bias-Arbeit ist die intensive erfahrungsorientierte Auseinandersetzung mit Macht und Diskriminierung sowie das ‚Verlernen’ von unterdrückenden und diskriminierenden Kommunikations- und Interaktionsformen. Der Ansatz geht davon aus, dass jede/r Vorurteile hat. Es liegt die Annahme zugrunde, dass Vorurteile und Diskriminierungen nicht als individuelle Fehlurteile zu sehen sind, sondern in der Gesellschaft als Ideologien in stitutionalisiert sind und von den Subjekten erlernt werden. Dementsprechend können darauf basierende Verhaltensweisen wieder ‚verlernt’ und institutionalisierte unterdrückende Ideologien aufgedeckt und hinterfragt werden.

Entwickelt wurde das Konzept Anfang der 1980er Jahre von Louise Derman-Sparks und Carol Brunson-Philips in den USA für den Elementar- und Primarbereich. Die Weiterentwicklung des Ansatz es, auch für die Erwachsenenbildung, fand insbesondere in Südafrika nach Ende der Apartheid statt. Erst Anfang der 1990er Jahre kam Anti-Bias über den von Inkota e.V. initiierten Fachkräfteaustausch aus Südafrika auch nach Deutschland und wird hier sowohl im Elementarbereich und in der Schule als auch in der erwachsenenpädagogischen Weiterbildung eingesetzt.

Ein Spezifikum von Anti-Bias ist der Fokus auf jegliche Formen von Diskriminierung. Die Ausgrenzung und Herabsetzung von Menschen wird nicht nur in Bezug auf ethnische oder rassische’ Merkmale thematisiert, sondern genauso bezüglich des Geschlechts, der sexuellen Orientierung, körperlicher und geistiger Gesundheit oder etwa der sozialen Schicht etc. Dabei sind besonders die vielschichtigen Verstrickungen und gegenseitigen Abhängigkeiten dieser verschiedenen Dimensionen untereinander von Bedeutung.

Quelle: http://www.anti-bias-werkstatt.de

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