Belbin-Teamrollenmodell

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Die Art, wie Aufgaben verteilt werden und wie miteinander kommuniziert wird, unterscheidet sich zwischen und innerhalb von Gesellschaften. Team­arbeit in einem Unternehmen hat andere Voraussetzungen als in einem ehrenamtlichen Projekt. Hier setzen die Vorgesetzten die Teams zusammen und bestim­men ihre Ziele. Aber auch Teamarbeit in skandi­navi­schen Unternehmen unterscheidet sich von der in russischen Unter­nehmen – genauso wie sich die Teamarbeit in der Innovationsabteilung einer Computerfirma von der Teamarbeit am Fließband unterscheidet. Gerade in ehren­amt­lichen Teams aus unterschiedlichen Kulturen ist eine Reflexion der häufig nicht besprochenen und unsichtbaren, aber dennoch vorhandenen Führungs- und Kooperations­modelle im Team wichtig. Es werden verschiedene Rollen unterschieden, die Menschen in Teams einnehmen. Ein klassisches Modell hat Meredith Belbin entwickelt.

Vielleicht findet ihr euch in einer oder vermutlich sogar mehreren der Rollenbeschreibungen wieder. Natürlich sind diese Rollenbeschreibungen nur eine Tendenz für ein bestimmtes Verhalten zu einer bestimmten Zeit. Sie sind nicht starr, sondern eher der „Schnappschuss“ eines Verhaltens. In einem anderen Team, zu einem anderen Zeitpunkt handelt ihr möglicherweise ganz anders.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Die Erfinderin

bringt neue und innovative Ideen ein und besitzt die Fähigkeit, schwierige Probleme zu lösen. Dabei ist sie aber oft gedankenverloren und zu sehr darauf bedacht, effektiv zu kommunizieren.

[Bearbeiten] Der Wegbereiter

ist kommunikativ und enthusiastisch, baut Kontakte auf und hat meistens einen „Plan B“ im Kopf. Allerdings verliert er auch schnell die Lust, wenn die erste euphorische Phase des Projektbeginns vorüber ist.

[Bearbeiten] Die Koordinatorin

bringt die verschiedenen Köpfe im Team zusammen. Sie kann gut Ziele setzen, Aufgaben delegieren und Entscheidungen fördern. So kann sie aber auch manipulierend auf andere wirken, und zuviel Arbeit auf andere Leute im Team abladen.

[Bearbeiten] Der Macher

kann gut unter Druck arbeiten, und hat genügend Energie und Mut, um Hindernissen nicht aus dem Weg zu gehen. Er provoziert aber auch gerne und verletzt dabei manchmal die Gefühle von anderen.

[Bearbeiten] Die Beobachterin

ist nüchtern, kritisch und denkt strategisch – und weil sie alle Optionen in ihre Überlegungen einbezieht, urteilt sie fair. Aber Inspirationen oder Motivation bekommt man seltener von ihr.

[Bearbeiten] Der Teamarbeiter

ist kooperativ, diplomatisch, nimmt die Gefühle anderer wahr, kann zuhören und hält das Team zusammen. In Krisensituationen ist er aber unentschlossen und kann nur schwer Entscheidungen treffen.

[Bearbeiten] Die Umsetzerin

erledigt ihre Aufgaben diszipliniert und effizient, man kann sich auf sie verlassen. Bei ihr folgen aus Worten auch Taten, aber sie ist dabei ziemlich unflexibel und tut sich mit neuen Ideen schwer.

[Bearbeiten] Der Perfektionist

arbeitet sorgfältig und gewissenhaft, findet die kleinsten Fehler und ist pünktlich. Er neigt aber dazu, sich über alles den Kopf zu zerbrechen und kann keine Aufgaben an andere delegieren.

[Bearbeiten] Die Spezialistin

ist zielstrebig und engagiert, sie liefert Fachwissen und Informationen, verliert sich aber schnell im Detail.

[Bearbeiten] Literatur

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