Aktives Zuhören

Aus Getting Involved!
Wechseln zu: Navigation, Suche

Das aktive Zuhören bedeutet das Spiegeln des von den Teilnehmern gebrachten Inhaltes. Dabei kann der Inhalt vollständig gespiegelt werden, es sind allerdings auch Tendenzen und Interpretationen möglich.

Im Kern bedeutet dient es dazu, die Sicht der anderen Person voll und ganz zu verstehen. Verstehen heißt dabei jedoch nicht, die Sichtweise der anderen Person zu übernehmen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Paraphrase/Spiegelung

Um zu überprüfen, ob man den Anderen richtig verstanden hat, gibt man von Zeit zu Zeit in eigenen Worten wieder, was man gehört hat und fragt nach, ob es richtig zusammengefasst wurde - Spiegeln oder Paraphrasieren.

Auf diese Weise kann man der erzählenden Person deutlich machen, dass ihr tatsächlich zugehört wird. An entscheidenden Stellen werden auch die Kontrahenten aufgefordert, sich gegenseitig zu spiegeln. Sie werden dadurch veranlasst, genau zuzuhören und das Wesentliche des Gesagten zu erfassen.

[Bearbeiten] Übung: Aktives Zuhören

Die Teilnehmer üben das aktive Zuhören, indem sie in simulierten Streitgesprächen verschiedene Positionen einnehmen. Sie erfahren die Wechselwirkung zwischen Sender und Empfänger in einer Kommunikationssituation und reflektieren den Einfluss, den aktives Zuhören auf einen Gesprächsverlauf hat.

[Bearbeiten] Kurz und knapp

  • Kleingruppenarbeit
  • 45 Minuten

[Bearbeiten] 1. Einführung

Es geht um ein Streitgespräch in Kleingruppen, bei dem das aktive Zuhören geübt werden soll. In den Gruppen (zu je 3 Teilnehmern) wird von zwei Personen ein kontroverses Thema diskutiert, wobei jeder Diskutant zunächst das Argument des Gegenübers sinngemäß wiederholt, bevor er das Gegenargument formuliert. Die 3. Person (C) beobachtet und ist Schiedsrichter und Spielleiter. [15 Minuten]

Die Spielregeln werden durch ein Schaubild erklärt:

  1. A argumentiert pro.
  2. B wiederholt sinngemäß („Ich habe gehört ,dass...“; „Du meinst, dass...“).
  3. A sagt, ob B das Argument richtig oder falsch wiedergegeben hat. B darf es noch einmal versuchen.
  4. B argumentiert dagegen.
  5. A wiederholt das Gegenargument.
  6. B bestätigt.
  7. A verteidigt seine Position und argumentiert usw.

Die Rolle des Beobachters wird erklärt: Er achtet auf die Einhaltung der Regeln und der Zeit, beobachtet die argumentativen und körpersprachlichen Besonderheiten, gibt im Anschluss Rückmeldung.

[Bearbeiten] 2. Gespräche in kleinen Gruppen=

In den Kleingruppen werden nun möglichst „echte“ Streitgespräche durchgeführt. Mögliche Pro-Kontra-Themen: Ökosteuer, NPD-Verbot, Rechtschreibreform, Frauenquote... Nach 3-4 Minuten findet ein kurzer Austausch (2 Minuten) über die gemachten Erfahrungen statt.

Es erfolgt nach 6 Minuten ein Wechsel, bis jeder jede Rolle eingenommen hat. [15 Minuten]

[Bearbeiten] Auswertung

Im Plenum bitten die Trainer um eine kurze Rückmeldung

  • Was ist mir an mir aufgefallen?
  • Wie ist es mir als A und B / als C ergangen?
  • Was bedeutet aktives Zuhören für meine Praxis?

[Bearbeiten] Abschluss

  • Das Wiederholen klärt die Ausgangslage.
  • Die Methode versachlicht das Gespräch.
  • Die Methode, nimmt Geschwindigkeit heraus.
  • Die Argumentationsstränge werden kürzer und prägnanter.
Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
In anderen Sprachen